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Wenn eine schwangere Frau an einer Influenza, der echten Grippe , erkrankt, steigt ihr Risiko für eine Frühgeburt. Bei Frühgeborenen besteht die Gefahr, dass die Influenza-Viren und das hohe Fieber schwere Lungenentzündungen und einen dauerhaften Gehirnschaden verursachen. Aber auch rechtzeitig Geborene werden oftmals sehr schwer krank, wenn sie in ihren ersten Lebenswochen mit dem Influenza-Virus angesteckt werden.

Allerdings können Eltern ihr Baby vor einer Influenza-Infektion schützen, und zwar durch eine Influenza-Impfung der Mutter während der Schwangerschaft. Die Antikörper, die die schwangere Frau gegen die Grippe entwickelt, gibt sie auch auf ihr Baby weiter, das dadurch in seinen ersten Lebenswochen ebenfalls vor der Influenza geschützt ist. Aus diesem Grund sollte jede Frau mit Kinderwunsch und jede Schwangere sich gegen Grippe impfen lassen.

 „Die Impfung kann vor der Schwangerschaft stattfinden oder nach der 12. Schwangerschaftswoche bis in die letzten Wochen vor der Geburt“, erläutert Dr. med. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte. Vor der 12. Woche wird die Impfung Frauen dann empfohlen, wenn sie an einer Grundkrankheit leiden, die durch eine Grippe-Infektion erheblich verschlimmert würde, wie Asthma oder Herzklappenfehler, oder wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die ihr Immunsystem schwächen.

„Sehr viele Schwangere denken, dass sie sich vor einer Influenza schützen können, indem sie Abstand halten und sich häufig die Hände waschen. Aber bei einer Virus-Grippewelle funktioniert das nicht“, meint der Präsident. „Vor allem wenn die Frau und ihr Partner berufstätig sind, wenn sie kleine Kinder haben, die in Kindergarten oder Schule gehen, lässt sich der Kontakt mit den aggressiven Viren praktisch nicht vermeiden.“ Außerdem sind Influenza-Viren Überlebenskünstler, die zwar Zimmertemperatur lieben, bei kalten Temperaturen aber über Wochen am Leben bleiben können.

Der Impfstoff enthält nur Stücke aus der Hülle abgetöteter Viren, die selbst keine Krankheit auslösen können, sondern lediglich das Immunsystem anregen sollen, Antikörper zu bilden. Die Impfung schadet weder der Schwangeren noch dem Baby, wie zahlreiche Untersuchungen gezeigt haben, die teilweise bis in die Schulkindzeit hinein fortgeführt wurden.

 Quellen:

1. Remschmidt C, Harder T, Wichmann O, Garbe E, Ledig T, Terhardt M, Wicker S, Zepp F, Mertens T. Hintergrundpapier der STIKO: Evaluation der bestehenden Influenzaimpfempfehlung für Indikationsgruppen und für Senioren (Standardimpfung ab 60 Jahren). Bundesgesundheitsbl 2016 • 59:1606-1622. DOI 10.1007/s00103-016-2467-8  

2. Härtel C, Humberg A, Viemann D, Stein A, Orlikowsky T, Rupp J, Kopp M, Herting E, Göpel W, The German Neonatal Network (GNN) (2016). Preterm Birth during Influenza Season Is Associated with Adverse Outcome in Very Low Birth Weight Infants. Frontiers in Pediatrics, 4, 130. http://doi.org/10.3389/fped.2016.00130https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5129678/  

Pressemitteilung des Berufsverbandes der Frauenärzte e.V.  – 18.09.2017

Anfangs galt die Impfempfehlung und die Kostenübernahme der Krankenkassen bzgl. der HPV-Impfung für die jungen Frauen zw. 12 und 18 Jahren. Dann erweiterten die Karkenkasse die Kostenübernaheme auf die Frauen bis 25 Jahre. Hinzu war und ist jedoch die individuelle Kostenübernahmeerklärung der Krankenkasse notwendig.

Dr. med. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte, empfiehlt auch die Impfung der Frauen nach dem 25. Lebensjahr. Diese Frauen würde durch die Impfung einen besseren Immunschutz erreichen können, als die Frauen, die durch die Infektion nur eine Immunität gegen das Virus erlangen, mit dem sie infiziert wurden.

Mehr dazu hier.

Als Vorbereitung auf eine Schwangerschaft sollte u. a. ca. 6-8 Wochen vor der geplanten Schwangerschaft schon mit der Einnahem von Folsäure begonnen werden und die Impfungen aktualisiert werden. Auch der Partner und die Kinder sollten ihren Impfstatus überprüfen.

Denn nach den Angaben des Berufsverbandes haben ein Grossteil der Schwangeren keinen ausreichen Impfschutz gegen Masern, Keuchhusten, Hepatitis B, Windpocken und Röteln. Diese Infektionen können unter anderem auch den Embryo bereits im Mutterleib schädigen.

Mehr dazu hier.

05.08.2009 – Eine Schweinegrippe-Infektion gefährdet Schwangere und deren Ungeborene in besonderem Maße, weswegen sämtliche vorbeugenden Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit ergriffen werden sollten. Darauf weist der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) in München hin. Weiterlesen

Diphtherie

A


Vierfach-Impfstoff


Wundstarrkrampf (Tetanus)

A


Keuchhusten (Pertussis)

A


Kinderlähmung (Poliomyelitis)

A


Hepatitis B

N


Masern, Mumps & Röteln (MMR)

N


Dreifachimpfstoff


Windpocken

S



Virus-Grippe1

jedes Jahr


Pneumokokken2

alles 6 Jahre


HPV3

(Humane Papilloma-Viren)

Standardimpfung



Legende

A = Auffrischung

N = Nachholimpfung für Ungeimpfte bis zum 18. Lebensjahr

S = Standardimpfung. Ungeimpfte 9-17-Jährige, die noch nicht an Windpocken erkrankt waren, sollten sich impfen lassen.

1 = Empfohlene lmpfungen für Menschen mit chronischen Grundleiden wie Lungen-, Herz-Kreislauf-, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder lmmunschwäche (altersunabhängig): Sie sollten sich jedes Jahr mit dem aktuellem Impfstoff immunisieren lassen.

2 = Empfehlung wie ¹, aber: Bis zu einem Alter von 10 Jahren sollte man sich alle drei, ab einem Alter von 10 Jahren alle sechs Jahre impfen lassen.

3 = Grundimmunisierung mit 3 Dosen für alle Mädchen im Alter von 12 – 17 Jahren

Diphtherie

Standardimpfung alle 10 Jahre

Vierfach-Impfstoff

Wundstarrkrampf (Tetanus)

Bei unvollständiger Grundimmunisierung (falls nur drei oder weniger Impfungen dokumentiert sind) und bei Reisen in Infektionsgebiete

Kinderlähmung (Poliomyelitis)

Keuchhusten (Pertussis)

Bei engem Kontakt zu Säuglingen oder bei Kinderwunsch

Der Impfkalender orientiert sich an den
Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO).


Impfkalender für Frauen ab dem 60. Lebensjahr

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Virus-Grippe

jedes Jahr ab Oktober

Pneumokokken

alle 6 Jahre

Wundstarrkrampf (Tetanus)

alle 10 Jahre

Diphterie

alle 10 Jahre


Der Impfkalender orientiert sich an den
Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO).


Vor einer geplanten Schwangerschaft sollte über die Möglichkeit und Notwendigkeit der Impfungen gesprochen werden, da es Infektionen wie z. B. Röten gibt, die während einer Schwangerschaft möglicherweise zu einer schweren Schädigung des Feten führen können. Es sollten möglichst alle gewünschten Impfungen vor dem Eintritt der Schwangerschaft durchgeführt werden.

Grundsätzlich sollte im ersten Drittel der Schwangerschaft überhaupt nicht geimpft werden. Weiterlesen

Zur Vorbereitung Ihrer Auslandsreise gehören auch die entsprechenden Reiseimpfungen. Setzen Sie sich frühzeitig mit uns oder z. B. einem Tropeninstitut zur Besprechung und Planung der spezifischen Prophylaxe durch Impfungen in Verbindung.

Erkrankungen, an die Sie bei der Reisevorbereitung denken sollten und gegen die eine Impfung möglich ist:

  • Cholera
  • Diphtherie
  • FSME
  • Gelbfieber (Impfungen nur von zugelassenen Gelbfieberimpfstellen)
  • Grippe
  • Hepatitis A
  • Hepatitis B
  • Japanische Enzephalitis (Die Impfstoffe sind in Deutschland nicht zugelassen und müssen bei Bedarf über eine internationale Apotheke bezogen werden. Er kann in Tropeninstituten und großen Impfzentren verabreicht werden.)
  • Meningokokken-Menigitis
  • Polio
  • Tetanus
  • Tollwut
  • Typhus


Zeitabstände zwischen den verschiedenen Impfungen

Teilweise fallen vor geplanten Reisen mehrere Impfungen an, weshalb Sie sich mindestens 2 Monate vor Reiseantritt um die Impftermine kümmern sollten. Prinzipiell können Totimpfstoffe ohne Zeitabstände verabreicht werden. Hingegen können Lebendimpfstoffe entweder gleichzeitig oder mit einem Mindestabstand von mindestens vier Wochen verabreicht werden.

Bei einer aktiven Impfung werden abgeschwächte Erreger oder Bruchstücke abgetöteter Erreger injiziert. Bei der passiven Impfung werden Abwehrstoffe (Antikörper) zur Immunisierung verabreicht. Diese Antikörper verlieren jedoch innerhalb von wenigen Monaten ihre Wirkung. Aktive Impfungen bieten nach der kompletten Grundimmunisierung einen Schutz über Jahre oder sogar lebenslang.

Der Impfkalender orientiert sich an den Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO).